Plastikfrei Gärtner – eine Buchbesprechung

Plastik gehört aktuell zu unser aller Leben dazu. Wie ich meinen Alltag plastikfreier und ein nachhaltigeres Bad gestalte, habe ich bereits in anderen Artikeln beschrieben. Aber wie kann mensch plastikfrei gärtnern, wie sieht es im Garten, auf dem Balkon oder der Fensterbank aus.

Ich habe seit ca. einem Jahr einen kleinen Garten und dieses Jahr möchte ich ein wenig Gemüse selber anbauen. Aber egal ob es um die Hochbeete geht, die Erde dafür oder der Kauf von Pflanzen. Überall findet mensch Plastik. Ein paar Einsparmöglichkeiten habe ich bereits gefunden, aber ich wünsche mir mehr, bisher ging es nicht ganz ohne Plastik. 

Durch den Tipp eines Freundes habe ich „Plastikfrei Gärtnern“ von Elke Schwarzer entdeckt.

Inhaltsangabe (Buchrücken)

Dieses Buch zeigt dir den einfachen Weg zum plastikfreien Garten: mehrjährige Pflanzkonzepte, praktisches Upcycling, eigene Blumenerde herstellen, Dünger aus Pflanzen gewinnen, alles Grüne selbst heranziehen, Naturmaterialien nutzen und Gartenabfälle verwerten. Wusstest du zum Beispiel, dass die Ranken der Zaunrübe als ultrastarkes Bindematerial taugen? Und ganz nebenbei: Deine finanziellen Ressourcen schont das plastikfreie Gartenleben auch!

Mein erster Eindruck

Es gibt viele ansprechende Bilder, Infoboxen und die (Unter-)Kapitel sind angenehm kurz. Jedes neue Kapitel beginnt mit einem doppelseitigen Bild und einem kleinen Einführungstext. Im Anhang gibt es neben Bezugsquellen für den Gartenbereich auch weitere Suchtipps (meine Wunschliste ist schon wieder gewachsen). Insgesamt ein rundes Bild.

Meine Meinung zu „Plastikfrei Gärtnern“

Zu Beginn gibt es erst einmal eine Einführung zu Plastik im Allgemeinen. Die genauen chemischen Bezeichnungen, versteckte Plastikbestandteile und Vorschläge, wenn es nicht ohne Plastik geht, zumindest auf hochwertiges, recyceltes und recycelbares Plastik zu nutzen. Beispielsweise für den Komposter oder die Gießkanne möglichst auf (recyceltes) Polyethylen (mit hoher Dichte) achten. Dies ist sehr langlebig und verbessert dadurch seine Ökobilanz. 
Ich finde gut, dass gleich klar wird, völlig plastikfrei ist je nach Wohnsituation bzw. Angebot in der Umgebung leichter oder schwieriger. Niemand sollte hier verzweifeln, sondern den besten Weg für sich selbst finden. 

Es folgen Tipps und Ideen für die Anzucht von Pflanzen. Also es gibt hier nicht nur Tipps über eine plastikfreie Anzucht, sondern auch allgemeine Hinweise zur Pflege der Pflanzen. Tolle Ideen gibt es dazu, welche Materialien sich als Töpfe eignen, ein alter Durchschlag ergibt einen schönen Pflanzentopf, uvm.

Manches wird aber auch schwieriger, Blumenerde gibt es in kleinen Gebinden bereits in Papiersäcken (meist zum Bestellen), aber bevor ich damit ein Hochbeet gefühlt habe, muss der Paketdienst einige Male vorbeikommen und teuer wird es auch. Gibt es eine Kompostieranlage in der Nähe, lässt sich ggf. in eigenen Behältern Erde abholen. Aber auch dann brauche ich ein Auto und fahre vermutlich öfters. Nicht Jede:r hat Platz für einen Komposter, eine Wurmkiste oder eine Bokashi Eimer (Infos bei smarticular). Dann führt kaum noch ein Weg an Plastiksäcken vorbei. Hier aber bitte darauf achten, dass die Erde torffrei ist und wem es wichtig ist, auch vegan ist. Es gibt im Buch aber auch Ideen zum Upcycling dieser Säcke.

Weitere Abschnitte beschäftigen sich mit natürlichen Dünger (nicht alle vegan), Infos zum Gießen, mit dabei immer gute Vorschläge, um Plastik so gut wie möglich zu reduzieren. 

Ideen zu Magerbeeten, Rain Garden usw. Vieles davon ist aber in meinen Augen nur noch interessant für Menschen mit (größeren) Gärten. Mein kleiner feiner Garten kommt hier auch schnell an seine Kapazitätsgrenzen. 
Es gibt weitere Tipps für Beetumrandungen, natürliche Zäune, welche Pflanzen gut zusammenpassen, bienenfreundliche Pflanzen, Gartenmöbel, Geräte und vieles mehr. 

Fazit

Ich habe für mich einige Anregungen mitgenommen. Ich suche gerade einen gebrauchten Komposter und eine Regentonne. Ich mähe nicht mehr den kompletten Rasen, sondern lasse einen Teilbereich stehen, damit sich dort Insekten austoben können. 

In dem Buch ist für alle etwas dabei, die mindestens einen Balkon haben. Für andere Ideen braucht es schon einen Garten bzw. Schrebergarten.

Wie immer gilt jeder Schritt zählt. Die Erde kannst du nur im Plastiksack besorgen, dann ist das so. Versuche doch stattdesen dein Gemüseselber zu ziehen, gehe zu Samentauschbörsen oder tausche mit Freund:innen und Familie Setzlinge aus. Versuche aus bestehenden Pflanzen Ableger zu ziehen. Suche über Ebay Kleinanzeigen und co. nach Pflanzen, die jemand abgeben möchte. 

Eckdaten zum Buch

Titel:Plastikfrei Gärtnern
Autor:in:Elke Schwarzer
Verlag:ulmer
ISBN:978-3-8186-1226-9
Preis:14,00 € gedrucktes Buch
10,99 € eBook
Seiten:128


Hast du noch andere Ideen, wie mensch plastikfrei gärtnern kann?

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