9 Dinge, die ich nicht mehr kaufe

In den letzten Jahren haben wir unser Einkaufsverhalten sehr verändert. Manche Dinge kaufen wir nur noch im Unverpacktladen und manches kaufen wir nicht mehr. Ich musste tatsächlich überlegen, was wir früher regelmäßig gekauft haben und was nun nicht mehr. Daraus ist diese Liste mit 9 Dingen entstanden, die ich nicht mehr kaufe. 

Dieser Artikel ergänzt sehr gut meinen Artikel über die Dinge, die wir selber machen. Vielleicht findest du in einem der beiden Artikel gute Anregungen, um in deinem Alltag etwas Neues auszuprobieren. 

1. Geschenkpapier

Teilweise habe ich noch Reste von alten Geschenkpapierrollen, aber ich kaufe keinen Neuen mehr. Auch nicht mehr die durchsichtige Folie für Präsentkörbe oder Ähnliches. Als Geschenkpapier nehme ich gerne Packpapier aus den Versandkartons, je nach Anlass lassen sich diese bemalen oder beschriften. Oder ganz minimalistisch, einfach mit einer Schnur und einem Zweig versehen. Auf Pinterest habe ich einige Ideen zusammengestellt.

2. Frischhalte- und Alufolie

Wir haben immer noch ein wenig Frischhaltefolie zu Hause, gekauft haben wir diese Rolle aber vor einigen Jahren. Wir nutzen zum Abdecken meistens Teller, auch eine Gurke lässt sich mit der Schnittfläche auf einen Teller stellen. Oder Essensreste werden in Gläser/Dosen verpackt.

3. Gefrierbeutel

Gefrierbeutel brauchen wir tatsächlich keine mehr. Flüssiges wie Suppen oder Soßen lässt sich gut in Gläsern einfrieren. Das Glas bitte nicht ganz vollmachen und den Deckel erst einmal nur lose drauflegen, wenn alles gefroren ist, den Deckel festdrehen. So bleibt genügend Platz, damit sich die Flüssigkeit ausdehen kann. In Gläsern oder Dosen lassen sich auch Gemüse- oder Obstreste einfrieren. Brot frieren wir im Baumwollbeutel ein.

4. Haushaltsrolle / Küchenpapier

Das letzte Paket Haushaltsrolle habe ich vor ca. 2 Jahren gekauft und von den 4 Rollen sind noch immer 2 übrig. Zum Aufwischen eignen sich genauso gut Lappen bzw. Handtücher und wer doch immer eine Reserve an ein paar kleinen Tüchern braucht, kann sich einfach ein altes T-Shirt oder Bettlaken zuschneiden. Später kommt alles in die Waschmaschine zur Kochwäsche und kann wieder verwendet werden. 

5. Teebeutel

Tee trinke ich den ganzen Tag und das ganze Jahr über. In der Regel 2-4 Liter am Tag. Aber ich kaufe keine Teebeutel mehr. Sondern losen Tee im Unverpacktladen oder in größeren Beuteln im Teefachgeschäft. Dazu ein Edelstahlsieb, fertig. Ich brühe meinen Tee direkt in einer 1 Liter Isolierkanne, für diese gibt es auch schon passende Teesiebe. 

Neben den Müll, die durch Teebeutel entstehen, sollte mensch wissen, dass teilweise Plastik in Teebeuteln enthalten ist. Es ist nicht ganz klar, ob beim heißen Übergießen etwas ins Teewasser gelangt. Bei Utopia gibt es einen guten Artikel dazu.  

Ich persönlich finde auch schade, dass in vielen Teebeuteln die Teeblätter oder Kräuter fast zu Staub zermahlen werden. Dadurch geht viel Aroma verloren. 

6. Fleisch

Bei uns fing der Nachhaltigkeitsprozess damit an, dass wir uns überwiegend pflanzlich ernähren. Dadurch kamen wir von einem Thema zum anderen. Auch wenn wir uns nicht 100% vegan essen. Fleisch kommt bei uns nicht mehr auf die Teller. Ich habe ca. vor 9 Jahren aufgehört, Fleisch zu essen und somit auch zu kaufen. Wenn meine Eltern mal zum Essen kommen (und mein Vater kann leider immer noch nicht ohne Fleisch), dann bringen sie sich selber etwas mit.

7. Pflanzendünger

Sowohl für die Pflanzen im Haus als auch für das Gemüsebeet draußen, kaufe ich keinen Dünger mehr. Ich nutze dazu den Kaffeesatz bzw. „brühe“ den Kaffeesatz noch einmal mit auf und gieße mit dem Wasser meine Pflanzen. Seitdem Sommer 2021 habe ich draußen auch einen Kompost und will damit meine Gemüsebeete düngen zu können. Ich hoffe, das klappt.

8. Müllbeutel

Nein, wir haben 100% Zero Waste nicht erreicht. Ich habe schon den Eindruck, dass wir unsere Müllmenge sehr reduziert haben. Aber Papiertaschentücher, Joghurtbecher und anderer Verpackungsmüll entsteht bei uns auch immer noch. Doch ich kaufe keine extra produzierten Plastiktüten mehr, um dort meinen Müll zu sammeln. Wir nutzen die Beutel, die ohnehin als Verpackung da sind.

Zum Beispiel die Tüte vom Toilettenpapier. Keine Ahnung, aber für mich war das ein riesiger Aha-Moment. Früher haben wir diese Beutel einfach in den Gelben Sack (in meiner Heimat gab es keine Gelben Tonnen, sondern gelbe Plastiksäcke). Ich meine, da werfe ich eine Plastiktüte in die andere, ist doch quatsch. Nun sammeln wir unser Plastikmüll darin und kommt dann in die gelbe Tonne. So lassen sich auch andere Tüten/Beutel als Müllbeutel verwenden. Brot- und Brötchentüten vom Bäcker sind teilweise beschichtet und müssen ohnehin in den Restmüll. Dann können diese auch gut als Müllbeutel für den Restmüll dienen. 

9. Wattepads

Ich habe Wattepads meist zum Abschminken bzw. zum entfernen von Nagellack genutzt. Dies geht aber auch genauso gut mit einem Waschlappen oder ihr näht (lasst euch nähen) wiederverwendbare Wattepads selber. Ein altes T-Shirt und/oder Handtuch nehmen, Kreise oder Vierecke ausschneiden, jeweils einen Kreis vom T-Shirt und vom Handtuch aufeinanderlegen und festnähen. Fertig ist ein Wattepad mit weicher und etwas rauer Seite.

Was ich außerdem nicht mehr kaufe

Zeitschriften leihe ich mir in der Bücherei aus. Bücher leihe ich auch aus, kaufe sie möglichst gebraucht oder als eBook. Gewürzmischungen kaufe ich auch nicht mehr, ich stelle mir diese aus den „Solo“ Gewürzen, die ich zu Hause habe, zusammen. 


Was kaufst du nicht mehr? Ist etwas dabei für dich dabei, was du zukünftig auch nicht mehr kaufen möchtest?

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4 Kommentare

  1. Einige Ideen aus deinem Beitrag gefallen mir echt gut, insbesondere der Punkt mit dem Geschenkpapier und die Idee, Brot in einem Stoffbeutel einzufrieren. Wir benutzen hierfür aktuell noch Plastiktüten. Vielen Dank auch für den Hinweis mit dem Plastik in Teebeuteln. Das war mir bisher nicht bewusst und ich finde es ziemlich erschreckend! 90 % unseres Tees ist lose, aber bald werden es dann 100 % sein.

    • Super. Ich freu mich, dass für dich noch was dabei war.

  2. Wirklich gute Impulse und eigentlich “schmerzlos” umzusetzen, danke!

    • Du hast recht. Das es fast “schmerzlose” Änderungen sind, ist mir gar nicht aufgefallen. Ich hatte nur beschreiben wollen, was sich bei uns verändert hat. Danke.


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